Freitag, 12. Mai 2017

Pssssssssssst.......



Lange habe ich dran getüftelt und mir Gedanken gemacht, wie ich ein Projekt für Kinder umsetzen kann. Ich bin nicht der Kinderkleider-Nähtyp und mag es auch nicht zuuuu bunt. Eine Art „S*rgenfresser“ wollte ich schon vor einigen Jahren nähen, aber nie kam mir die passende Idee dazu…

Und gestern war er auf einmal da, der Geistesblitz:  Geheimniskrämer. Warum eigentlich nur Ängste, Sorgen und Nöte verstauen? Alle kleinen und großen Kinder haben doch ihre Geheimnisse, die Mama, Papa, Oma oder Opa nicht wissen sollen. Also kreierte ich (m)einen Geheimniskrämer



 
Ganz in Maus & Faden-Manier natürlich als Upcycling-Projekt, und ich finde das ist genau das Richtige.
Nicht zu bunt, nicht zu viel schnick schnack, kein pieksender Reißverschluss….. Ein „Geheimfach“, große Kulleraugen und viel Füllwatte zum kuscheln. Das ist mein persönliches Rezept für den perfekten Geheimniskrämer.  In jeden Geheimniskrämer habe ich ein Herz (aus rotem Filz) mit eingefüllt, denn das braucht er natürlich auch ;-) Zudem gibt es für jeden die persönliche „Verschwiegenheitserklärung“, die gleichzeitig als Geburtsurkunde  gilt, und zum Geheimniskrämer dazu gehört. 





Der Geheimniskrämer, das perfekte Geschenk für alle großen und kleinen Kinder, oder auch die Erwachsenen, die einen solchen gerade brauchen ;-)

Für 19,00 Euro (+ evtl. Versand) macht sich Dein einzigartiger Geheimniskrämer auf den Weg zu Dir!
Aber Achtung! Nur Original mit dem Maus&Faden-Label auf der Rückseite ;-)






Mittwoch, 3. Mai 2017

Testbericht W6 N 8000 - 2

Von alten Hosen und neuen Maschinen…. 

Testbericht 2 zur W6 N8000


An dieser Stelle möchte ich gerne weiter berichten über das Modell W6 N8000….



Nach wenigen Wochen ging leider durch einen !Anwenderfehler! der automatische Fadenabschneider kaputt. Sehr löblich fand ich, dass W6 zunächst einmal mittels per Email geschickter Anleitung zur Selbsthilfe versucht hat, das Problem zu lösen. Leider bin ich als Technik-Laie damit nicht weiter gekommen und habe die Maschine dann eingeschickt. Total überraschend kam bereits nach 1 Woche die Maschine wieder frisch repariert bei mir zu Hause an. Der Abschneider wurde KOSTENLOS repariert, obwohl er eindeutig durch falsche Bedienung kaputt ging. Hut ab und großes Kompliment an W6 für diesen Service!!

Ich machte mich also gleich ans Nähen, und dachte mir, dieses Mal muss sie mal zeigen, was sie kann. Ich habe aus alten Jeans-Hosen 2 Taschen genäht:


  





Die Taschen habe ich jeweils mit unterschiedlichen Bügeleinlagen verstärkt, so dass der eh schon feste Jeans-Stoff noch dicker und schwerer zu verarbeiten war. Die Maschine lief ordentlich durch, ließ keine Stiche aus, bildete keine Schlaufen und lieferte ein ordentliches Stichbild, wie man auch an allen sichtbaren Nähten der Taschen sehen kann. An den ganz fiesen Stellen (z.B. an den Kappnähten der Jeans) habe ich ganz langsam oder manchmal sogar ein paar Stiche per Handrad gemacht. Das hat mich aber nicht weiter gestört. Genäht habe ich mit einer Jeansnadel, die auch immer noch lebt und weder abgebrochen noch verbogen ist. Für den Taschenhenkel aus Kunstleder habe ich das erste Mal den Obertransport-Fuß angebracht und benutzt und es war für mich eine gute Alternative zum Teflon-Fuß, den ich sonst für solche Materialien an anderen Maschinen nutzen würde.  Mit der größeren Stichlänge von 4,0 lief das Kunstleder sauber über die Maschine. Den Fuß werde ich sicher in Zukunft öfter nutzen.
Was ich bei diesen Projekten an der Maschine  sehr schätzte, war der große Arbeitsbereich rechts von der Nadel und der großzügige Anschiebetisch, der eigentlich für Patchwork-Arbeiten gedacht ist. Zum Applizieren der Sterne aber z.B. war ich dankbar für eine große Auflagefläche.

Die Reißverschlüsse der Taschen habe ich nicht mit dem beiliegenden RV-Fuß angenäht, sondern habe den Standard-Fuß an der Maschine belassen und die Nadelstellung variiert.  Das ist mir sehr wichtig, da ich nicht ständig den Nähfuß wechseln will, und ich Modelle schätze, bei denen man in diesem Bereich großzügig nach rechts und links die Nadel verstellen kann.
Auch nach einigen Projekten brauche ich immer noch etwas Zeit, um mich im Menü der Stiche zurecht zu finden, da die Maschine inkl. ihrer Funktionen sehr umfangreich ist. Wenn ich mir unsicher bin, nehme ich auch noch öfter die Anleitung zur Hand. Mich persönlich stört das nicht, und ich lese lieber etwas nach, als später den falschen Stich einzustellen und im schlimmsten Fall einen Fadensalat zu riskieren.  Näh-Anfängern würde ich diese Maschine eher nicht empfehlen. Das liegt sicher nicht an der Qualität der Maschine, eher daran, dass durch Unwissen und Unerfahrenheit das Potential der Maschine nicht ausgeschöpft werden kann und es dann leicht zur Überforderung kommt.  Denn die verschiedenen Stiche, Nähfüße und Zubehörteile wollen gerne richtig zum Einsatz kommen und jedes Teil hat seine Verwendung. Wenn man im Umgang mit verschiedenen Materialien sicher ist und weiß, worauf es bei was ankommt, würde ich jeder/m fortgeschrittenen Näherin/Näher das Modell N8000 von W6 empfehlen.

Die Maschine wird nun zu weiteren Testzwecken mit in mein Lädchen wandern, so dass auch meine Kursteilnehmer/innen einmal über den Tellerrand schauen können, was in diesem Preissegment bei Nähmaschinen alles möglich ist.

Ihr habt Fragen zur Maschine oder wollt sie mal persönlich testen? Dann scheut Euch nicht, mich anzuschreiben/anzusprechen oder in meinem Lädchen vorbei zu schauen. Dort stehen Euch alle Modelle von W6, die ich zur Zeit nutze, zur Verfügung zum Testen. Ich freue mich auf Euch!

Bald wird es hier den Testbericht Nr. 3 geben, in dem ich etwas ausführlicher über das Nähen von Jersey und Sweat mit dem Modell berichte. Bleibt dran….